Meine Erfahrungen auf dem Bibbulmun Track: Teil 3 – von Pemberton bis Albany

Im letzten Teil meines Berichts über meine Erfahrungen auf dem Bibbulum Track verlasse ich endlich den Jarrah-Wald und erreiche das Meer und die Küstenwälder mit Karrie-Bäumen. Karrie-Bäume sind eine Art der Mammutbäume und erreichen eine beeindruckende Größe. Außerdem wandere ich viel am Meer entlang und stelle fest, dass auch hier einige Herausforderungen warten.

Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 meines Erfahrungsberichts, falls du sie noch nicht kennst.

Blick von oberhalb der Küste aufs Meer - Erfahrungen Bibbulmun Track
traumhafte Aussicht – Bibbulmun Track

Die Swamps – noch mehr Wasser auf dem Bibbulmun Track

Ein paar Tagesetappen nach der Trailtown Pemberton beginnen ab Northcliffe die sogenannten Swamps oder Flats des Bibbulmun Track. Hier endet der Jarrah-Eukalyptus-Wald, in dem ich mich die letzten Wochen aufgehalten habe. Ich warte schon seit Tagen auf den Moment, endlich den grünen Tunnel zu verlassen. Und dann ist es endlich so weit, ich passiere das Städtchen Northcliffe und direkt nach dem Ort verändert sich die Landschaft.

Statt Bäumen gibt es nun Büsche und hohes Gras. Ich kann nach langer Zeit wieder den Horizont sehen und auch viel blauen Himmel. Die Sonne gelangt endlich wieder bis zu mir auf den Boden und wärmt mich. Ich bin bester Laune und die kann auch von den vielen Pfützen und Überschwemmungen nicht gemindert werden. Der Nachteil der Swamps (deutsch: Sümpfe) ist, dass es, wie der Name vermuten lässt, ziemlich feucht ist. An vielen Stellen ist der Weg über mehrere hundert Meter unter Wasser, doch hier ist das Wasser zum Glück oft nur knietief und somit leicht zu überwinden.

Das inzwischen warme und frühlingshafte Wetter weckt leider auch die letzten Schlangen aus ihrer Winterruhe. Mittlerweile sehe ich täglich mehrere Exemplare und habe sie auch schon durch Pfützen schwimmen sehen. Ich bin also nirgends vor ihnen sicher. Bevor ich eine Pause einlege, nehme ich meinen Rastplatz mittlerweile sehr genau in Augenschein und springe laut auf und ab, um eventuell versteckte Schlangen zu verscheuchen. Gut, dass ich hier selten jemanden treffe, der sich über mein seltsames Verhalten wundern kann.

Ein Tag auf dem Bibbulmun Track – von Dog Pool nach Mount Chance

Der Morgen im Camp Dog Pool

Das Camp Dog Pool gefällt mir so sehr gut, ich möchte es eigentlich gar nicht verlassen. Ich bin allein hier und genieße die Stille und die Zeit für mich. Die Sonne scheint auf den Picknick Platz, der zwischen der Schutzhütte und einem kleinen Fluss liegt. Ich sitze lange hier herum, schaue aufs Wasser und beobachte die Vögel, die am Ufer herumhüpfen. Erst um 9:30 wandere ich endlich los. Da ich heute nur 20 Kilometer laufen muss, ist der späte Aufbruch aber kein Problem. Denn mittlerweile schaffe ich ungefähr vier Kilometer in der Stunde und könnte somit ohne Pause in fünf Stunden am nächsten Camp sein.

Auf dem Bibbulmun Track

Der erste Teil der Strecke führt heute für ungefähr elf Kilometer über eine Straße für den Ranger, danach geht es zurück ins Sumpfgebiet. Ich nehme mir vor, nach den ersten 11km eine längere Mittagspause zu machen. Also eine richtige Pause, inkl. Hinsetzen und Käsesnack und Beine entspannen. Kurz bevor ich die ersten elf Kilometer gewandert bin, beginnt es zu regnen. Ich fühle mich vom Wetter verraten, denn den ganzen Vormittag war strahlender Sonnenschein und ausgerechnet jetzt regnet es. Ich mache trotzdem eine Pause, denn nach elf Kilometern muss ich einfach mal kurz ausruhen. Die Pause ist im Regen allerdings ziemlich ungemütlich und macht nicht so viel Spaß wie erwartet. Als ich kurz darauf mit steifen Beinen weiterlaufe, hört der Regen wieder auf und die Sonne kommt zurück. Was für eine Gemeinheit. 

Ich wandere die folgenden 9 Kilometer bis zum Camp durch Sumpflandschaft. Hier komme ich nicht mehr ganz so schnell voran, weil der Weg sehr schmal ist und außerdem an einigen Stellen überflutet. Ich schaffe es, um die Pfützen herum zu gehen und behalte auch heute trockene Füße. Die letzten beiden Tagen waren ziemlich lang und anstrengend und daher bin ich froh, als ich im Camp ankomme. Den Mount Chance, der dem Camp seinen Namen verliehen hat, besteige ich heute nicht mehr.

Wanderweg - Erfahrungen Bibbulmun Track
Unterwegs in den Swamps

Abends im Camp Mount Chance

Auf einem Picknick Platz vor der Schutzhütte des Camps sitzt Ian. Wir haben uns schon einmal auf dem Track getroffen und sehen uns heute wieder. Ian wandert den Bibbulmun Track von Pemberton bis Walpole. Er versucht bei meiner Ankunft verzweifelt, Football Ergebnisse zu empfangen. Gerade läuft ein sehr wichtiges Spiel und er möchte unbedingt wisse, wie es steht. Der Empfang ist am Camp jedoch zu schlecht und deshalb klettert er auf den Mount Chance, um besseren Empfang zu bekommen. Während Ian den Abend auf dem Felsen verbringt und Football auf seinem Smartphone schaut, liege ich in meinem Zelt und lese. Zum Einschlafen höre ich den Vögeln zu. Der Frühling ist nun wirklich endlich da und die Vögel sind sehr laut. Was für ein Unterschied zu den ersten Wochen auf dem Track, wo außer den Kookaburras und schwarzen Kakadus absolut nichts zu hören war. 

Mount Chance bei Sonnenuntergang
Mount Chance bei Sonnenuntergang

Ankunft am Meer – Erfahrungen auf dem Bibbulmun Track

Zwei Tage nach meinem Aufenthalt am Mount Chance erreiche auf der Etappe von Woolbales nach Longpoint erreiche ich das erste Mal das Meer. Vieles an diesem Moment ist perfekt: Die Sonne scheint vom hellblauen Himmel, es ist nicht sehr windig, es gibt ein Bank und ich habe noch einen Käsesnack, den ich an diesem tollen Ort Essen kann. Etwas weniger perfekt machte Ian diesen Moment, der ca. zehn Minuten nach mir an diesem wunderschönen Ort eintraf und mir irgendetwas von den aktuellen Football Ergebnissen erzählte. Als ich weiterlaufe, bestätigt sich, was ich befürchtet habe: Das Wandern am Meer ist wahnsinnig anstrengend. Der Boden ist aus weichem Sand, der bei jedem Schritt wegrutscht. Bergauf gehen wird hierdurch deutlich anstrengender und der Weg führte an vielen Stellen direkt auf und ab durch die Dünen.

Der letzte Teil des Bibbulmun Tracks führt immer wieder am Meer entlang. Mal direkt am Strand, was wegen des Windes, dem sandigen Untergrund und stürmischer See teilweise sehr herausfordernd sein kann. Mal durch die Dünen, die wegen des ständigen auf und abs ebenfalls sehr fordernd sind und zusätzlich noch die Heimat zahlreicher Schlangen sind. Auf den Wanderungen durch die Dünen habe ich jedoch eine tolle Aussicht über die Küste. An einem Tag, kurz vor Torbay Campside traue ich meinen Augen kaum, als ich nah der Küste zwei riesige dunkle Schatten im Meer sehe. Das ist Wale, ich kann es nicht glauben. Die Australier haben mir schon berichtet, dass ich an den Küstenabschnitten des Bibbulmun Tracks mit etwas Glück Wale sehen kann. Aber das habe ich eher als „Tales from the Trail“ (Trail-Märchen) abgetan. Und nun sehe ich hier in den Dünen und sehe unter mir im Meer zwei riesige Wale spielen. Die beiden schwimmen im Kreis, halten mit den Flossen aus dem Wasser und lassen sie anschließend auf die Wasseroberfläche platschen. Ich sitze über eine Stunde in den Dünen und schaue den beiden zu.

The Giants – Mammutbäume auf dem Bibbulmun Track

Obwohl ich mich nach meiner Einschätzung wirklich lange und intensiv auf meine Wanderung auf dem Bibbulum Track vorbereitet habe, waren die Mammutbäume im Küstenwald eine ziemliche Überraschung für mich. Und auch eher durch Zufall habe ich erfahren, dass der Bibbulmun Track direkt an einem Baumwimpfelpfad (Tree Top Walk) vorbeiführt. Denn meine Mitwanderer schwärmten mir seit Tagen von einem mobilen Kaffeestand vor, der irgendwo auf einem Waldparkplatz steht und neben wunderbarem Kaffee auch tollen Kuchen verkauft. Erst auf meine Nachfrage, warum denn dort im Wald ein Kaffee-Stand ist, rückten sie mit den Informationen zum Baumwipfel-Pfad heraus.

Ich freue mich sehr auf den Besuch und trinke bei Ankunft erstmal einen Kaffee und esse einen Brownie. Dann wandere ich jedoch nicht – wie fast alle Australier – direkt weiter, sondern gehe zum Eingang des Tree Top Walk. Ich lasse meinen Rucksack am Eingang sehen und und erklimme über Brücken die Baumwipfel. Es ist schön, einmal über dem Blätterdach zu sein und nicht immer nur im Schatten darunter. Ich lerne, dass ca. 70 % des Sonnenlichts durch die Blätter abgefangen werden. Kein Wunder, dass es in den letzten Wochen auch bei Sonnenschein ziemlich kalt war.  

Die Inlets – Erfahrungen auf dem Bibbulmun Track

Auf dem Streckenabschnitt des Bibbulmun Tracks, der am Meer entlang führt, gibt es mehrere sog. Inlets, die es zu überqueren gilt. Ein „Inlet“ wird auf Deutsch oft als „Einlass“ oder „Bucht“ übersetzt. Es bezeichnet eine schmale, meist langgezogene und geschützte Meeresstelle, die in das Land hineinragt. Insgesamt habe ich auf dieser Fernwanderung vier solcher Einlässe überquert oder umrundet. Drei der Inlets folgen direkt hintereinander auf der Strecke von Peaceful Bay bis Nullaki Campside. Hier ein kurzer Überblick über die Lage der Inlets und meinen Erfahrungen während meiner Fernwanderung auf dem Bibbulmun Track.

Irwin Inlet – Zwischen Peaceful Bay und Boat Harbour

Für die Überquerung des Irwin Inlets werden von der Bibbulmun Track Foundation Kajaks an beiden Seiten des Ufers bereit gestellt. Die Kajaks sind für maximal zwei Personen ausgelegt und aus meiner Sicht ziemlich einfach zu fahren. Die Strecke, die es zu überqueren gilt, ist nicht sonderlich lang und während meiner Überquerung gab es kaum Strömung. Wichtig ist, dass immer mindestens ein Kajak auf jeder Seite des Ufers zurück bleibt. Wenn du also mit dem letzten Kajak einer Seite unterwegs bist, solltest du auf der anderen Seite ein Kajak ans eigene hängen und es wieder zurück auf die andere Seite bringen. Nur so können weiterhin Wanderer aus beiden Richtungen das Irwin Inlet überqueren.

Parry Inlet – Zwischen Boat Harbour und William Bay

Für die Überquerung des Parry Inlets ist etwas mehr Planung und ein bisschen Glück erforderlich. Dieses Inlet kann in der meisten Zeit des Jahres über eine Sandbank durchquert werden, die zwischen Meer und Inlet liegt. Die Wassertiefe während der Überquerung ist abhängig von den Gezeiten und des Wetters. Es kann vorkommen, dass bei starkem Wind, Strömung und Flut eine Überquerung nicht möglich ist. Die Sandbank bricht außerdem von Zeit zu Zeit. In den Wochen danach ist eine Überquerung ebenfalls nicht möglich und alle Bibbulmun-Track-Wanderer müssen dann in einem großen Bogen drum herum laufen.

Auf die Überquerung des Parry Inlets konnte ich mich nicht richtig gut vorbereiten, da die Wetterverhältnisse und den Zustand der Sandbank sehr aktuelle Informationen erfordern. Ich behalte seit Walpole die Gezeiten im Auge und erkundige mich außerdem bei entgegen kommenden Wanderern nach dem Übergang. Die Informationen der anderen Wanderer sind leider nicht sonderlich aussagekräftig, denn einige sind trockenen Fußes über die Sandbank gekommen und andere standen hüfttief im Wasser.

Also habe ich den Tag einfach auf mich zukommen lassen und bin, da die Ebbe erst gegen Mittag ihren Tiefstand erreichen sollte, auch erst ziemlich spät in den Tag gestartet. Dieser Plan ging wunderbar auf, denn ich hätte gar nicht gewusst, dass ich ein Inlet überquere, hätte ich es nicht auf der Karte gesehen. Das Wasser ist soweit zurückgegangen, dass ich nicht einmal meine Schuhe ausziehen muss .

Am Abend erfahre ich, dass die Frühaufsteher unter den Wanderern eine Stunde auf den Rückgang des Wassers warten mussten und dann immer noch durch kniehohes Wasser waten mussten, als sie Parry Inlet am gleichen Tag gegen 10:00 Uhr überquert haben.

Strand mit Berg im Hintergrund
Parry Inlet – oder wo es sein sollte

Wilson Inlet – Zwischen William Bay Campside und Nullaki Campside (bei Denmark)

Das Wilson Inlet lässt sich aktuell nicht überqueren. Die offizielle Route des Bibbulmun Tracks sieht eine Fähre von Denmark nach Nullaki vor. Diese Fähre ist jedoch nicht mehr in Betrieb. Die Durchquerung des Inlets am Strand wird nicht empfohlen, da es dort starke Strömung gibt und das Wasser sehr tief ist. In den Logbüchern in den Campendes William Bay und Nullaki ist jedoch eine Handynummer eines Trail-Angels angegeben, der von Zeit zu Zeit Wanderer mit seinem Boot über das Inlet bringt.

Der meist gewählte Weg, um an diesem Inlet vorbei zu kommen ist wohl die Umfahrung von Denmark aus mit dem Auto. Auch ich wähle diese Variante und fahre mit Marc, dem Besitzer der Blue Wren Travellers Lodge in Denmark, einmal um die Bucht herum. Auf der anderen Seite lasse mich dann von ihm auf dem Trail absetzen. Marc bietet einen Shuttle für Gäste seines Hostels an. Andere Wanderer sind teilweise per Anhalter um die Bucht gefahren.

Pelikan schwimmt auf See
Wilson Inlet bei Denmark

Torbay Inlet – Zwischen Torbay Campside und Muttonbird Campside

Das Torbay Inlet ist wie das Parry Inlet im Vorfeld kaum berechenbar. Auch hier kann an vielen Tagen das Inlet über eine Sandbank gequert werden. Doch auch diese Sandbank bricht zwischendurch oder Wetter und Gezeiten machen eine Querung unmöglich. Über die aktuellen Gezeiten kannst du dich hier informieren.

Auch bei der Durchquerung des Torbay Inlets habe ich Glück. Das Meer ist erneut während der Ebbe meterweit zurückgetreten, so dass ich einfach über den Sand laufen kann, ohne nasse Füße zu bekommen. Vielleicht ist das einfach ausgleichende Gerechtigkeit, denn nasse Füße hatte ich während der letzten Woche ja schon genug.

Strand mit Reifenspuren
Kein Inlet in Sicht

Der letzten Tag auf dem Bibbulmun Track und die Ankunft in Albany

Mein letzter, kompletter Tag auf dem Bibbulmun Track steht an. Heute werde ich ein letztes Mal den ganzen Tag wandern, abends im Camp ankommen und dort essen und mein Nachtlager aufschlagen. Als Abschiedsgeschenk habe ich vom Bibbulmun Track heute nochmal ein Camp ganz für mich allein bekommen. So kann ich meinen letzten Tag auf dem Track ganz besonders genießen.

Ich bleibe morgens noch lange im Zelt und stehe erst um 7:30 auf. Ich frühstücke ganz in Ruhe und bin etwas überrascht, als um 9:00 ein anderer Wanderer in „meinem“ Camp steht. Er ist im vorherigen Camp schon um 6:00 losgelaufen und jetzt hier. Er geht aber gleich weiter, er macht heute einen Double Hut, das heißt er wandert von einem Camp ins übernächste Camp und überspringt die Übernachtung im Camp dazwischen. Warum man so früh losgeht, hat sich mir auch nach über 50 Tagen auf dem Track nicht erschlossen. Ich packe meine Sachen zusammen und laufe los, weil ich keine Lust auf Smalltalk habe. Als ich das Camp verlasse kommt mir der zweite Wanderer entgegen.

Eine Schutzhütte in den Dünen
Eine Schutzhütte in den Dünen

Der letzte Tag auf dem Bibbulmun Track

Ich laufe gemütlich los und genieße die Aussicht aufs Meer. Ich halte nach Walen Ausschau, bin aber nicht erfolgreich. Nach einer Stunde werde ich von den beiden Wanderern überholt, die ich zuvor im Camp getroffen habe. Sie berichten mir, dass sie ganz schnell ins nächste Camp wollen (warum auch immer). Ich gehe noch langsamer, das scheinen zwei hektische Typen zu sein, da will ich möglichst spät bei ihnen im Camp. Sehr langsam laufe ich an der Albany Wind Farm vorbei. Das sind Windräder, die hier zur Stromerzeugung stehen und gleichzeitig ist es ein beliebter Aussichtspunkt. Ich unterhalte mich mit mit Touristen und bekomme eine Banane und eine Cola geschenkt. Auf dem Parkplatz lade ich bei gutem Handyempfang noch ein paar Serien auf mein Handy, denn ich befürchte die beiden anderen Wanderer im Camp werden keine Gesellschaft in meinem Sinne Sinn.

Trotzdem ich so langsam gegangen bin und viele getrödelt habe, bin ich gegen um 15:00 Uhr bin ich dann doch schon im Camp. Die beiden schnellen Wanderer hängen eher gelangweilt in der Hütte herum und scheinen mit der Zeit, die sie durch die frühe Ankunft gewonnen haben, nicht ganz so viel anfangen zu können. Ich setze mich zum Lesen in die Sonne. Nachdem die Sonne untergegangen ist, geht es für mich das letzte Mal auf dem Track in mein Zelt. 

Schild zu einer Wandercamp - Erfahrungen Bibbulmun Track
Das letzte Camp

Der nächste Morgen

Meine Mitcamper stehen um 5:00 auf. Es ist noch dunkel und bis nach Albany sind es nur 11km. Das Visitor Center macht erst um 10:00 auf und ein Hotel Check-In ist erst um 14:00 Uhr möglich… warum die beiden so früh aufbrechen, erschließt sich mir wirklich nicht. Um 5:45 sind beide weg und ich drehe mich nochmal um. Um 7:00 werde das erste Mal auf dem Track davon geweckt, dass die Sonne auf mein Zelt scheint. Manchmal hat sie auch an anderen Tagen Morgens schon geschienen, aber bisher ist sie nie auf mein Zelt gefallen. Was für ein schöner letzter Morgen… 

Frau mit Hut und Meer im Hintergrund
Der letzte Morgen – Albany ist hinter mir schon zu sehen

Ich genieße den letzten Tag sehr, die Sonne scheint und die Etappe ist – wie zum Abschied – nicht sonderlich anstrengend. Heute habe ich noch einmal eine Menge Schlangen gesehen. Und obwohl ich mich und den letzten Wochen an vieles gewöhnt habe und ein neues „Normal“ entwickelt habe, versetzt mich an Anblick der giftigen, riesigen Schlangen immer noch in Panik. In Albany komme ich gegen Mittag im Visitor Center an. Dort trage ich mich das letzte Mal in das Trail-Logbuch ein und bin nun ganz offiziell Bibbulmun Track End-to-Ender. Um diesen Erfolg zu feiern, darf ich eine kleine goldene Glocke läuten.

Irgendwie hatte ich mir den Abschluss meiner Wanderung anders vorgestellt. Ich dachte, ich würde erleichtert sein und mich auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation freuen. Stattdessen beginne ich schon in diesem Moment die Einfachheit des Trails zu vermissen. Es hat mir sehr gut getan, mich für einige Woche nur mit Essen, Schlafen, Schlafplatz-Bauen und Wandern zu beschäftigen. Gedanken an Rechnungen, Deadlines oder Projektabschlüsse waren sehr weit weg. Und während ich vom Visitor Center zu meinem Hotel und Albany laufe, überlege ich schon, welchen Track ich als nächstes gehen kann…

Lies hier mehr über meine Erfahrungen und Erlebnisse auf dem Bibbulmun Track:


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