Bibbulmun Track Packliste – Die Ausrüstung für meine Fernwanderung

Für meine Fernwanderung auf dem Bibbulmun Track in Western Australia war eine sorgfältig zusammengestellte Ausrüstung und strenge Packliste entscheidend. In diesem Artikel teile ich die Details meiner Ausrüstung, einschließlich Gewicht und Zweck. Erfahre, wie und warum ich meine Ausrüstung für den Fernwanderweg zusammen gestellt habe, wie ich sie vor der Wanderung getestet habe und warum ich trotz intensiver Bemühungen nicht hat „ultraleicht“ unterwegs war.

Rucksack auf dem Boden - Meer im Hintergrund
Unterwegs auf dem Bibbulmun Track

Übersicht – Ausrüstung für meine Fernwanderung

Bevor ich meinen Rucksack für die Fernwanderung auf dem Bibbulmun Track gepackt habe, habe ich alle Ausrüstungsgegenstände bei kleineren Wanderungen in meiner Umgebung getestet. Insbesondere mein Zelt, die Isomatte und den Schlafsack habe ich besonders vielen Tests unterzogen. Denn ich wollte sichergehen, dass ich möglichst weder nass werde noch friere und trotzdem meine Ausrüstung so leicht wie möglich halten. So habe ich einige Wochenenden in Frühling und Herbst auf dem europäischen Küstenwanderweg E9 in den Niederlanden verbracht und dort in Regen und Wind mein Zelt und natürlich auch viele anderen Ausrüstungsgegenstände ausprobiert.

Rückblickend war diese Vorbereitung für mich genau richtig, denn so konnte ich schon einige kleinere Erfahrungen im Langstrecken-Wandern sammeln, war jedoch immer nah der Zivilisation und dem nächsten Bahnhof. Während meiner Tests stellte ich fest, dass Zelt und Schlafsack super sind. Die Isomatte musste ich jedoch noch einmal tauschen, da ich auf meiner vorherigen Matte gefroren haben. Für den Bibbulmun Track habe ich mich dann für die Isomatte NeoAir Xlite von Therm-a-Rest entschieden, die besonders warm ist.

Inka Trail Infos

Die Wanderschuhe – Fast der wichtigste Ausrüstungsgegenstand

Die wichtigste Erkenntnis bei meinen Testwanderungen war, dass klassische Wanderschuhe für mich nicht funktionieren. Ich hatte ständig Blasen, blaue Zehen und außerdem tat mir bei längeren Etappen das rechte Knie weh. Nach zwei verschiedenen Wanderschuhen und mehreren Einlagen habe ich mir eher als Experiment ein Paar Barfuss-Schuhe zugelegt. Diese Schuhe sind viel weicher als Wanderschuhe und verursachen daher weniger Blasen und Druckstellen. Nach einem Probe-Wander-Wochenende mit einer Strecke von 75 Kilometer mit den neuen Barfuss-Schuhen war für mich klar, dass das meine Schuhe für den Bibbulmun Track werden. Überraschender Weise war sogar von den Knieschmerzen mit diesen Schuhen nichts mehr zu spüren. Weiterere positive Effekte von Barfuss-Schuhen sind, dass sie in der Regel sehr leicht sind und schnell trockenen, wenn sie nass geworden sind.

Beine auf Wanderweg
ZAQQ Barfuss Schuhe inkl. Gamaschen zum Schutz vor Schlangen

Auch den Rest meiner Ausrüstung, zum Beispiel Regenkleidung, Kocher und den Umgang mit dem Kompass habe ich vor dem Start auf dem Bibbulmun Track getestet und hier und da ein paar Kleinigkeiten umgestellt. Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es besonders wichtig, die Ausrüstung für eine Fernwanderung vor dem Start bei ein paar Mehrtages-Wanderungen auszuprobieren. Denn erst beim Ausprobieren während einer Wanderung habe ich bemerkt, welche Gegenstände funktionieren und welche eher nicht.

Übersicht über die Ausrüstungskategorien für meine Fernwanderung:

Ich habe während meiner Vorbereitungen auf meine erste Fernwanderung meine Ausrüstungsgegenstände in verschiedene Kategorien eingeteilt. Diese Kategorien haben mich bei der Organisation unterstützt und waren auch auf dem Trail sehr hilfreich. Ich habe die Gegenstände einer Kategorie immer gemeinsam in einem Drybag (wasserdicht) in meinem Rucksack verstaut. Das hatte den Vorteil, dass ich, wenn ich z.B. meinen Löffel brauchte, sofort wusste: „Der Löffel gehört in die Kategorie Kochen und alle Ausrüstungsgegenstände dieser Kategorie sind im blauen Drybag“. Ich habe alle meine Sachen innerhalb des Rucksacks in Drybags verpackt, weil das zum einen die Organisation wie gerade beschrieben sehr viel einfacher macht. Zum anderen regnet es in Westaustralien im Frühling ziemlich viel und das Regencover des Rucksacks hätte nicht ausgereicht, um meine Sachen trocken zu halten.

KategorieGewicht
Basisausrüstung4.020 g
Essen, Trinken, Kochen1.095 g
Kleidung und Regenschutz2.145 g
Hygiene / Waschen beim Fernwandern547 g
Erste Hilfe / Sicherheit / Notfall413 g
Technik und Elektronik1.333 g
Kleinkram / Luxus245 g
An mir – Was ich tagsüber trage(2.150 g)
Gesamtgewicht inkl. „An mir“11.948 g
Gesamtgewicht im Rucksack9.898 g

Basisausrüstung zum Camping / Zelten

An meiner Basisausrüstung würde ich auch nach meiner ersten Fernwanderung nichts ändern. Ich bin auch jetzt noch sehr zufrieden mit meiner Auswahl, obwohl ich an der ein oder anderen Stelle sicherlich noch etwas Gewicht einsparen lässt. Gerade bei Zelt und Rucksack gibt es ziemlich viele leichtere Alternativen. Doch mit den Rucksäcken von Bach habe ich bereits auf anderen Trips gute Erfahrungen gemacht und das besonders leichte Model Bach Molecule ist für mich die perfekte Mischung zwischen Wanderrucksack inkl. Rückenpolster und Hüftgurt und leichter Verarbeitung ohne unnötige Schnallen und Taschen.

Mit meiner Zeltauswahl war ich besonders zufrieden. In das 1-Personen Trekking Zelt von Decathlon passt zwar wirklich nur eine Person, und zwar ohne Rucksack. Der muss entweder in die Apsis vor dem Zelt oder in einer der Schutzhütten auf dem Bibbulmun Track gelagert werden. Der große Vorteil dieses Zeltes für den Bibbulmun Track ist jedoch, dass es selbsttragend und besonders klein ist. So konnte ich den Innenteil des Zeltes oft in den Schutzhütten des Bibbulmun Track aufbauen und habe nicht mehr Platz gebraucht als die Australier. Die haben verrückter Weise ganz ohne Zelt und Moskitonetz nur im Schlafsack in den Schutzhütten geschlafen. In den Schutzhütten war ich vor Wind und Wetter geschützt und konnte das Zelt morgens trocken wieder einpacken, was ein weiterer Vorteil war.

Wasgenaue BezeichnungGewicht
RucksackBach Molecule 48l1.060 g
Isomatte1x Therm-a-Rest – NeoAir Xlite inkl. Pump- und Kompressionsack400 g
KopfkissenSea to Summit – Aeros Premium Regular75 g
Raincover
Rucksack
Sea to Summit – Ultra-Sil Packcover M95 g
SchlafsackMOUNTAIN EQUIPMENT – Women’s Helium 600 inkl. Kompressionsack1.040 g
ZeltForclaz – Trek MT900 1 Person1.300 g
DrybagSea to Summit – Ultra Sil Dry Bag 20l50 g
Gesamtgewicht
Basisausrüstung
4.020 g
Zelt in einer Schutzhütte
Mein Zelt in einer Schutzhütte auf dem Bibbulum Track

Essen, Trinken und Kochen auf der Fernwanderung

Auch mit meiner Ausrüstung während der Fernwanderung für Essen, Kochen und Trinken war ich während der Wanderung im Großen und Ganzen zufrieden. Mein Kocher, der Topf und auch der Löffel als einziges Besteck-Element waren super. Auch das Extra-Gewicht für den Becker hat sich zu tragen gelohnt, denn so konnte ich gleichzeitig zu meinem Essen auch ein warmes Getränk genießen. Das wäre nicht möglich gewesen, hätte ich nur einen Topf dabei gehabt.

Wasserfilter und Wassertabletten

Allerdings habe ich während der Fernwanderung auf dem Bibbulmun Track meiner Wasserfilter Sawyer Mini nach meinem Halt in der ersten Track Town Dwellingup nicht mehr genutzt und stattdessen Wasser-Aufbereitungstabletten verwendet. Das lag daran, dass mir morgens bei Temperaturen knapp über Null beim Wasserfiltern (bei dem auch immer die Hände nass werden) fast die Finger eingefroren sind. Teilweise konnte ich nach dem Filtern des Wasser die Verschlüsse nicht mehr auf die Wasserflaschen drehen, weil ich meine Finger nicht mehr bewegen konnte.

Ich hatte außerdem nur einen 0,75-Liter-Beutel für das ungefilterte Wasser, so dass ich diesen oft nachfüllen müsste, bis ich die ca. 4 Liter Wasser gefiltert hatte, die ich täglich benötigte. Einige Mitwanderer hatten Filtersystem Katadyn BeFree, das in der Handhabung deutlich komfortabler war. Für meine nächste Fernwanderung würde ich dieses Filtersystem bevorzugen. Unterwegs habe ich mir zusätzlich zu den Wasser-Aufbereitungstabletten auch eine Nylonstrumpfhose gekauft. Mit Hilfe der Strumpfhose habe ich das Wasser direkt beim Abfüllen aus dem Tank vorgefiltert, um die Mückenlarven nicht in meiner Wasserflasche zu haben. Die Mückenlarven verstopfen auch Wasserfiltersysteme wie den Sawyer Mini, daher ist die Strumpfhose als Filter auch sinnvoll, wenn das Wasser danach noch gefiltert wird.

Angelschnur

Ein weiterer sehr nützlicher Gegenstand meiner Ausrüstung während der Fernwanderung war die Angelschnur, mit der ich mein Essen bzw. teilweise meinen gesamten Rucksack vor Mäusen und anderen tierischen Dieben in Sicherheit bringen konnte. In vielen Hütten wohnen diverse kleine Nage- und Beuteltiere, die sich überwiegend vom Proviant der Wanderer ernähren. Daher ist es essentiell, das Essen in vor ihnen in Sicherheit zu bringen. Da die Tierchen manchmal auch Ausrüstungsgegenstände annagen, habe ich oft einfach meinen gesamten Rucksack an der Angelschnur aufgegangen. Angelschnur habe ich übrigens verwendet, weil die Nager an Seilen herunterklettern können, an der glatten Angelschnur aber nicht.

Wasgenaue BezeichnungGewicht
GaskocherSoto Windmaster 100 g
TopfSnow Peak – Trek 900165 g
BecherSea to Summit – X-Mug Becher65 g
LöffelSea to Summit – Alpha Light Cutlery Spork9 g
TaschenmesserOpinel – Taschenmesser No 06 Carbon 27 g
Wasserflasche2 x Platypus Softbottle Closure Cap Trinkflasche80 g
TrinksystemPlatypus – Big Zip EVO – Trinksystem160 g
Angelschnurinkl. kleiner Karabiner für einfachere Befestigung5 g
Nylonstrumpfhoseim australischen Supermarkt kaufen, um Mückenlarven vorab aus dem Wasser zu filtern (sie verstopfen sonst den Wasserfilter)5 g
WasserfilterSawyer Mini 52 g
Wasseraufbereitung-tablettenMicropur Forte MF 1T Wasserentkeimung 15 g
Feuerzeugaus einem Minimarkt in Perth12 g
DrybagSea to Summit – Ultra Sil Dry Bag 8l30 g
GasIn Australien kaufen – z.B. im Visitor Center | Gewicht voll370 g
Gesamtgewicht
Basisausrüstung
1.095 g

Campingkocher und Topf mit Essen
Meine Koch-Ausrüstung – Das Abendessen wird vorbereitet

Kleidung und Regenschutz

Während meiner Wanderung hatte ich zwei Sets Kleidung dabei. Einmal die Kleidung, die ich tagsüber beim Wandern anhatte (siehe hier Kategorie „An mir„) und einmal die Kleidung, ich ich getragen habe, wenn ich in einem Camp war. Meine Camp-Kleidung war also gleichzeitig auch meine Schlafkleidung. Während meiner Wanderung habe ich in der ersten Track-Town Dwellingup noch eine Thermo-Leggins gekauft, die ich nachts noch unter meiner Fleece-Hose anziehen konnte. Vor allem die Nächte im August waren noch viel kälter als ich erwartet habe, oft lag die Temparatur bei um Null Grad. Ansonsten war ich mit meiner Kleiderauswahl sehr zufrieden und würde alles genau so wieder mit auf die nächste Wanderung in ähnlichen Temperaturen nehmen.

Bei dieser Kategorie habe ich nicht alle Gegenstände in dem zuvor beschriebenen wasserdichten Packsack transportiert. Meine Camp-Kleidung habe ich wie gewohnt wasserdicht verpackt, meine Regenkleidung war jedoch griffbereit im oberen Fach des Rucksacks. Oder ich hatte sie morgen direkt an, denn Regen gab es vor allem in den ersten 4 Wochen reichlich.

Wasgenaue BezeichnungGewicht
Campkleidung:
Puffer JackeTHE NORTH FACE Thermoball Sport Hoody390 g
Fleece HoseQuechua Fleece Hose (Decathlon)225 g
Fleece JackeTHE NORTH FACE Fleece Jacke273 g
Thermo-Legginsim IGA in Dwellingup gekauft, weil die Nächte so viel kälter waren als erwartet135 g
Merino Langarm-ShirtForclaz – Merino Langarm-Shirt Travel100135 g
Merino TopIcebreaker Cool-Lite™ Merino Sphere Tanktop80 g
SockenWright Socks 73 g
HandschuheSTOIC Merino Handschuhe33 g
Mützeim IGA in Dwellingup gekauft, weil die Nächte so viel kälter waren als erwartet und der Buff nicht ausreichte85 g
BuffForclaz – Multifunktionstuch Merinowolle – MT500 blau43 g
Sandalencrocs Damen Swiftwater227 g
UnterhoseIcebreaker Women’s Siren Merino Unterhose25 g
Regenjacke1x Salewa – Women’s Puez Aqua 3 PTX Jacket295 g
RegenrockAmazon75 g
DrybagSea to Summit – Ultra Sil Dry Bag 20l50 g
Gesamtgewicht Kleidung und Regenschutz2.154 g
Frau vor Zelt in einer Hütte - Ausrüstung BIbbulmun Track
Im „Schlafanzug“ vor meinem Zelt

Hygiene / Waschen auf der Fernwanderung

Hygiene und Waschen ist nicht zufällig eine kleinere und ziemlich leichte Kategorie auf meiner Liste. Während der Fernwanderung auf dem Bibbulmun Track musste ich neue Maßstäbe hierfür ansetzen, denn Duschen und gewaschene Kleidung gab es nur in den Track Towns. Während der Zeit auf dem Trail habe ich eine tägliche Katzenwäsche durchgeführt. Hierzu habe ich ca. einen halben Liter Wasser in einen Zipper-Beutel gefüllt, etwas Outdoor Seife hinzugefügt habe und mich dann mit diesem Wasser mit einem kleinen Kosmetikschwamm gewaschen habe. Richtig luxuriös wurde diese Waschzeremonie, wenn ich noch genug Gas hatte, um das Wasser zum Waschen aufzuwärmen.

Die kleine Schaufel ist dabei, um eventuelle Hinterlassenschaften zu verbuddeln. Denn Toiletten (Plumpsklos) sind auf dem Bibbulmun Track nur im Camp vorhanden.

Echte Ultra-Leicht-Wanderer würden sicherlich auf Deo und Sonnencreme verzichten können. Ich konnte es nicht und würde beides auch bei der nächsten Wanderung wieder einpacken.

Wasgenaue BezeichnungGewicht
ZahnbürsteOral B Handzahnbürste17 g
ZahncremeReisegröße35 g
Outdoor SeifeDr. Bronner 18in1 Outdoor Seife 60ml76 g
HandtuchNabaiji – 40 * 55 cm 50 g
Nivea Creme33 g
SonnencremeReisegröße60 g
DeoDeo-Roller in Kunststoff-Verpackung70 g
BürsteKinder Haarbürste43 g
Nagelschere33 g
kleiner SchwammAbschminkschwamm10 g
feuchte TücherReisegröße60 g
SchaufelAmazon Backpacking Kelle30 g
DrybagSea to Summit – Ultra Sil Dry Bag 8l30 g
Gesamtgewicht
Hygiene
547 g

Erste Hilfe, Sicherheit und Notfall-Ausrüstung

Mein für mich wichtigster Ausrüstungsgegenstand war sicherlich mein Garmin Inreach Mini. Mit diesem winzigen Satellitengerät hätte ich mit Hilfe eines SOS Knopfs jederzeit Hilfe holen können. Und allein der Gedanke daran hat mir die Wanderung sehr viel leichter gemacht. Ich habe den Knopf nicht gebraucht und auch zu keiner Zeit nur darüber nachgedacht, ihn zu drücken. Aber weil ich wusste, dass ich Hilfe hätte holen können, habe ich mir über dieses Thema während meiner gesamten Wanderung keine Gedanken gemacht.

Auch die übrige Ausrüstung auf dieser Liste habe ich während meiner Fernwanderung bis auf ein paar Ibuprofen nicht gebraucht. Aber gerade bei Sicherheit und Notfallmedizin gilt der Satz „Besser haben als brauchen“.

Wasgenaue BezeichnungGewicht
NotfallsenderGarmin Inreach Mini100 g
KompassSUUNTO A-1028 g
WanderkarteKarten der Bibbulmun Track Foundation, Gewicht je Karte40 g
SchlangenverbandIn Perth bei Paddy Pallin gekauft 85 g
Blasenpflaster und
Blasenstick
Compeed40 g
Reparaturset
Isomatte
war bei der Matte dabei – 1x Therm-a-Rest – NeoAir Xlite12 g
Zeckenzange6 g
PflasterWasserdichte und normale20 g
SchmerztablettenIbuprofen, Aspirin Complex, Vomex, Imodium akut32 g
TrillerpfeifeACME Tornado Slimline10 g
Rettungsdecke40 g
Gesamtgewicht
Notfall + Sicherheit
413 g

Frau in einer Wander-Schutzhütte am Morgen - Ausrüstung Bibbulmun Track
Der Start in den Tag auf dem Bibbulmun Track – Garmin Inreach Mini immer am linken Schultergurt dabei

Technik und Elektronik

Die Ausrüstung für Elektronik und Technik auf meiner Fernwanderung zusammen zu stellen, war für mich eine der größten Herausforderungen. Ich bin sehr technikbegeistert und habe oft bei einem kurzen Wochenendtrip Laptop und Tablet dabei, denn man weiß ja nie, wozu es gut sein kann. Die fehlende Stromversorgung unterwegs hat etwas bei der Entscheidung geholfen, trotzdem konnte ich mich nicht von meinem E-Book-Reader trennen. E-Books lassen sich natürlich auch auf dem Handy lesen. Aber das Handy verbraucht hierbei sehr viel mehr Strom und die Bildschirmgröße ist zum längeren Lesen aus meiner Sicht nicht optimal. Meinen Kindle habe ich Abends im Zelt auch sehr oft genutzt, daher bereue ich auch nicht, das zusätzliche Gewicht getragen zu haben.

Damit ich mich bei langweiligen Strecken oder gruseligen Nächten (die es am Ende gar nicht gab) ablenken konnte, habe ich ziemlich viel Musik, Podcasts und auch ein paar Serien auf mein Handy geladen. Hiervon habe ich tatsächlich relativ wenig gebraucht. Tagsüber waren die Strecken zum Glück sehr selten langweilig und Abends in den Camps hatte ich entweder Gesellschaft oder habe den Abend allein wirklich sehr genossen.

Stromversorgung unterwegs – Powerbanks

Ich hätte sicherlich auch noch etwas Gewicht bei den Powerbanks sparen können, allerdings konnte ich mich dazu nicht durchringen. Bei den meisten Etappen hat die große Powerbank ausgereicht und ich konnte mit ihr mein Handy und auch meinen Garmin Inreach Mini Notfallsender aufladen. Nur bei der ersten und längsten Etappe von Kalamunda nach Dwellingup musste ich am letzten Tag auf die Notfall-Powerbank zurückgreifen. Hiermit habe ich tatsächlich nur den Garmin-Notfallsender aufgeladen, denn dafür hatte ich die „Notfall“-Powerbank ja dabei. Bei allen anderen Etappen hat die große Powerbank gereicht und ich habe auch bei meinem Handy nicht besonders auf den Energieverbrauch geachtet. Ich hatte das Handy allerdings immer, wenn ich es nicht genutzt habe, im Flugmodus um den Akku zu schonen.

Wasgenaue BezeichnungGewicht
HandyiPhone 10230 g
PowerbankAnker 26800mAh Power Bank500 g
Notfall-PowerbankMini Power Bank – nur für das Garmin Inreach98 g
StirnlampeBlack Diamond – Stride35 g
E-Book ReaderKindle von Amazon 300 g
Netzteil für LadegeräteIn Perth gekauft, australischer Stecker mit 3 USB-Eingängen45 g
Ladekabel3 extra kurze Kabel (Lighting, USC-C, Mini USB)45 g
Kopfhörer (2x)mit Kabel, damit sie nicht geladen werden müssen30 g
DrybagsSea to Summit – Ultra Sil Dry Bag 8l
Sea to Summit – Lightweight 1l (Für mein Handy, das war während des Wanders nicht im Rucksack sondern in meiner Hüfttasche)
50 g
Gesamtgewicht
Elektronik + Technik
1.333 g

Kleinkram / Luxus

In dieser Kategorie fasse ich die Ausrüstung meiner Fernwanderung zusammen, die ich eigentlich nicht gebraucht hätte aber trotzdem nicht zu Hause lassen konnte.

Das Sitzkissen hat sich absolut bezahlt gemacht und nicht nur für weichen, sondern vor allem für warmen Untergrund gesorgt. Und ich konnte mich dank des Kissens auch mal auf nassen Baustämmen am Wegesrand hinsetzen und ausruhen. Die Wechselsachen zum Duschen tragen die meisten Wanderer nicht mit sich herum. Sie ziehen einfach ihre Regensachen an, während sie all ihre andere Kleidung im Waschsalon waschen und direkt trocken.

Die Wäscheleine habe ich unterwegs gekauft. Es hat vor allem auf der ersten Hälfte der Wanderung so sehr geregnet, dass ich meine Kleidung Abends dringend im Camp aufhängen musste, damit sie zumindest etwas trockenen kann.

Was genaue BezeichnungGewicht
SitzkissenFrilufts Alish Cushion25 g
Oropax20 g
Wechselsachen
Duschen
Top und kurze Hose180 g
Wäscheleineunterwegs in einem IGA gekauft20 g
Gesamtgewicht Luxus245 g
Rucksack auf Baumstumpf - Ausrüstung Bibbulmun Track
Pause auf dem Bibbulmun Track

An mir – Wanderkleidung tagsüber

Die Ausrüstung, die ich während meiner Fernwanderung tagsüber getragen habe, habe ich ebenfalls sehr intensiv getestet. Mit meiner Kombination aus Merino-Shirts und Hemd war mir an fast allen Tagen warm genug. An kalten Tagen habe ich zusätzlich noch meine Regenjacke angezogen und die insgesamt 4 Lagen haben mich dann warm genug gehalten.

Die Kombination aus Barfuss-Schuhen und INJINJI-Zehensocken hat dazu geführt, dass ich auf den 1.000 Kilometern nicht eine Blasen oder wunde Stelle hat meinen Füßen hatte.

Eher spontan habe ich ganz kurz vor Abreise noch meine Hüfttasche von Eastpak eingepackt. Zum Glück, kann ich rückblickend sagen. Denn meine Leggins hat keine Taschen und in der Hüfttasche konnte ich die Dinge unterbringen, die ich tagsüber schnell im Zugriff haben wollten. Zum Beispiel meine Wanderkarte, mein Handy oder Snacks.

Gamaschen – Schutz vor Schlangen

Die Gamaschen / Gaiters hatte ich an, weil sie, so sagt man, vor Schlangenbissen schützen. Denn die Schlagen liegen oft im Unterholz und sind so beim Wandern nicht unbedingt gut zu sehen. So kann es passieren, dass man einer Schlange versehentlich sehr nah kommt oder sogar auf sie tritt. Schlangen können sich hierdurch bedroht fühlen und beißen dann meist in die Beine. Die Gamaschen sind aus sehr festem Material und deshalb können die Schlangen nur in den Stoff beißen und nicht in die Haut. So zumindest die Theorie, denn eine 100% Sicherheit gibt es bei diesem Thema nicht.

Ich hab während meiner Wanderung auf dem Bibbulmun Track an sonnigen Tagen ziemlich viele Schlangen gesehen, vor allem auf der zweite Hälfte des Trails (zwischen Pemberton und Denmark). Die Schlangen sind meistens sofort weggehuscht, wenn sie meine Schritte wahrgenommen haben. Manchmal, vor allem Morgens wenn es noch kalt war, blieben sie jedoch liegen und ich habe sie erst in letzter Sekunde gesehen. Die Wahrscheinlichkeit auf eine Schlange zu treten schätze ich nach meiner Wanderung deutlich höher ein als vorher. Daher würde ich auch bei allen weiteren Wanderungen in Schlangengebieten unbedingt Gamaschen tragen. Ich habe mich für das Modell von Sea-to-Summit entschieden, da dies eine australische Firma ist und sie deshalb (hoffentlich) Erfahrungen haben, sehr wirksame schlangensichere Gamaschen herzustellen.

Wasgenaue BezeichnungGewicht
Legginseinfache schwarze Leggins250 g
Merino T-ShirtIcebreaker Cool-Lite Merino Sphere Short Sleeve Low Crewe T-Shirt98 g
Merino Langarm-ShirtForclaz – Merino Langarm-Shirt Travel100135 g
HemdRoyal Robbins – Women’s Bug Barrier Expedition 170 g
Sport-BHIcebreaker Cool-Lite Merino Anatomica Seamless Sport-BH110 g
UnterhoseIcebreaker Women’s Siren Merino Unterhose25 g
SockenINJINJI – Women’s Trail Midweight Crew73 g
SchuheZAQQ – HIQE Black Waterproof 300 g
SonnenhutForclaz – Trekkinghut wasserdicht MT900 85 g
Sonnenbrillevon dm30 g
UhrCasio LW-204-4AEF – mit Weckfunktion24 g
Trecking StöckeBlack Diamond Distance FLZ450 g
Gaiters (Gamaschen)Sea to Summit – Quagmire Canvas Gaiter300 g
HüfttascheEastpak Springer 2L100 g
Gesamtgewicht
an mir
2.150 g
Ausrüstung BIbbulmun Track - Frau vor einem großen Baum
Meine Wanderkleidung auf dem Bibbulmun Track

Mehr über meine Erlebnisse während meiner Fernwanderung auf dem Bibbulmun Track findest du hier:


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